DAS TEAM (3. Herren): Schwache Schlussviertelstunde kostet mindestens einen Punkt

TV Aldekerk III hieß der Gegner der Dritten Herren im letzten Spiel am Samstagabend. Das Hinspiel verlor DAS TEAM sang und klanglos mit 15 Toren Unterschied. Es galt also einiges wieder gut zu machen. Mit einem Quantitativ wie Qualitativ gut besetzen Kader machte sich DAS TEAM auf, dem Favoriten der Kreisliga A das Leben so schwer wie möglich zu machen. Im Kader zum ersten Mal nach einem ¾ Jahr wieder F.M. dabei, der in der letzten Saison einer der wichtigsten Torgaranten war.
Das Spiel begann ausgeglichen und torarm. Beide Abwehrreihen standen eng und ließen wenig zu, hinzu kamen zwei gut agierende Torhüter. Die ersten zwei Tore gehörten Aldekerk, die 5 darauffolgenden wiederum St. Tönis, nach 12 Minuten stand es also 5:2 für das Heimteam. Nach 17 Minuten hatte die Führung weiterhin Bestand: 6:3. Dann erfolgte der erste, kleinere Einbruch und Aldekerk konnte zum 6:6 ausgleichen. Eine Auszeit durch den Headcoach M.M. beruhigte das Spielgeschehen und St. Tönis ging im heimischen Wohnzimmer wieder mit 8:6 in Führung. Aber auch diese Führung brachte keine Sicherheit, so dass letztendlich DAS TEAM zur Halbzeit zum 10:10 ausglich.
Torarm blieb es also bis zum Halbzeitpfiff, wenngleich St. Tönis viel Glück hatte, da Aldekerk, insbesondere in den ersten Minuten, viel verworfen hatte. St. Tönis hatte wiederum das Pech u.a. einen 7m nicht verwandelt zu haben. Positiv zu erwähnen ist die gute Abwehr beim klassischen Positionsangriff. Aldekerk hatte große Mühe hier eine passende Lücke zu finden. Schwachstelle wiederum bei St. Tönis war der Angriff. Viel zu passiv wurde „Druck“ ausgeübt, viel zu wenig wurde eingelaufen, viel zu wenige einfache Wechsel, die auch für Gefahr gesorgt haben. Weiterführend war das Umschaltspiel bei einem Ballverlust, aber auch bei einem Torerfolg miserabel: Aldekerk konnte ein ums andere Mal einen schnellen Tempogegenstoß verwandeln, weil St. Tönis viel zu langsam realisierte, dass man gar nicht mehr im Ballbesitz war.
Die 2. Halbzeit blieb zunächst ausgeglichen. Die Führung wechselte hin und her (10:12 – 12:12 – 13:12 – 13:14). Beide Abwehrreihen blieben stabil, die Torhüter gaben sich keine Blöße. Bis zur 44. Minute konnte DAS TEAM immer Schritt halten und die Führung von Aldekerk ausgleichen – 16:16. Ab der 44. Minute sollte sich das Spiel von einem ausgeglichenen zu einem einseitigen drehen. St. Tönis fand keinerlei Zugriff mehr in der Abwehr, im Angriff sollte 14 Minuten kein Tor mehr fallen. Aldekerk gewann die letzten 16 Minuten mit 13:2! Vorher 16 Gegentore in 44 Minuten, dann 13 Gegentore in 16 Minuten. Um zu erkennen, dass das Schwach ist, braucht man keinen Experten. Ausreden wie fehlende Kondition oder fehlendes Personal können an dieser Stelle nicht gelten (Aldekerk hatte auch nur 2 Auswechselspieler). Vielmehr – obwohl das Spiel ausgeglichen war – hat sich jeder seinem Schicksal ergeben. Selbst Umstellungen und Anweisungen seitens des Trainers verpufften. Beispielsweise sollten schnelle und einfache Tore mittels Freiwürfe erzwungen werden. Dafür sollten durch einfache Zweikämpfe Freiwürfe herausgeholt werden, dann sollten sich zwei Spieler sowie der Rückraumspieler sauber hinstellen und abschließen. 1x!!!! wurde das gemacht und das auch nicht orddentlich. Weiterführend wurden 2 Personen Mann genommen und die Anweisung war, den Ball nach Außen durchspielen zu lassen und diese dann abschließen zu lassen. Nicht einmal wurde das umgesetzt. Entweder der Außen wurde gefoult oder vielmehr durfte der starke 3er von Aldekerk zentral im 1gg1 gegen F.H. nahezu unbedrängt zum Abschluss kommen. Dadurch gelangen ihm 5 seiner 10 Tore in den letzten 6 Minuten. Das lag aber nicht an F.H. der zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 90 Minuten (vorher A-Jugend) in den Knochen hatte. Schlichtweg wurde nicht in der Abwehr verschoben, damit die Außen von Aldekerk abschließen konnten. Es ging schließlich darum den Ball zu bekommen . Top oder Flop in so einer Situation.
Endstand: 18:29
Fazit: 45 Minuten solider Handball reichen nicht um den Favoriten zu stürzen. 15 Minuten richtig schlechter Handball reichen, um ein solides Spiel zu zerstören. Ein „weiter so“ kann es nicht geben, wird es aber, da bereits am Dienstag das Nachholspiel gegen Schiefbahn ansteht. Keine einfache Aufgabe für den Headcoach hier die Köpfe bei den Spielern frei zu bekommen.
Autor: T.P.