DAS TEAM (3. Herren): Deftige Niederlage gegen Lobberich

Im letzten Spiel des Tages am vergangenen Samstag empfing DAS TEAM den Gast aus Lobberich zum Rückrundenspiel. Das Hinspiel in Lobberich ging sehr deutlich an St. Tönis, zusätzlich konnte DAS TEAM nach den jüngsten Siegen mit breiter Brust auftreten. Auch wenn auf dieser Basis die Rollen klar verteilt waren, wusste die Mannschaft, dass es ein sehr schweres Spiel wird. Wie im Spiel zuvor, fehlten einige wichtige Stützen. In Summe waren das 5 von 7 Rückraumspielern. Anders als im Spiel gegen St. Hubert konnte mit P.S. nur ein Gastspieler aktiviert werden. Aus der A-Jugend ergänzte F.H. den Kader der Senioren. Aber wie gesagt, es fehlten wichtige Stützen im Rückraum, so mussten Spieler, die sonst am Kreis oder Außen stehen, im Rückraum helfen.
Das Spiel begann denkbar schlecht. Nach wenigen Minuten hieß es 3:0 für Lobberich. Es folgte nach knapp 8 Minuten der Ausgleich zum 3:3. Es sollte der einzige Ausgleich im ganzen Spiel sein. Von da an ging es erstmal bergab. Das Heimteam fand kaum Zugriff zum Spiel und ließ den Gegner teilweise unbedrängt gewähren. Erschreckend war, dass Lobberich spielerisch kein bisschen stärker war. Ein Beispiel: Der Gegner tankt sich auf halb links durch (aus der Perspektive von Lobberich) und verliert den Ball. Zunächst war unklar, ob der Schiri Freiwurf pfeift, das hinderte jedoch nicht den halb rechten und recht außen (aus der Perspektive von St. Tönis) in den Tempogegenstoß zu starten. Mittlerweile hatte der Schiri aber Freiwurf gepfiffen und der Gegner konnte den Ball holen!!! und einen Freiwurf auf der komplett blanken Seite ausführen. Kein verbliebener Spieler sah sich gezwungen aufzurücken und die Lücke zu schließen. Tor um Tor konnte Lobberich – trotz guter Torwartleistung – werfen, dabei kombinierten sie klassische Wechsel mit klassischem stoßen und sperren. Im eigenen Angriff war St. Tönis zu harmlos. Allein das Headcoach M.M. 2x die Mitte wechselte und damit 3 unterschiedliche Personen aufbot zeugte von leichter Ratlosigkeit bei der Heimsieben. Es wurde zu viel von links nach recht geschoben, dabei zeigten einzelne, gut herausgespielte Würfe und Tore, dass sowohl Torwart als auch die Abwehr von Lobberich nicht überragend, sondern schlagbar waren. Auch eine EINMALIGE schnelle Mitte nach einem Gegentor oder 2 Tempogegenstöße zeigten, dass Lobberich anfällig war. Headcoach M.M. war bemüht die Mannschaft wachzurütteln, letztendlich nutzte er zum ersten Mal zwei Auszeiten in der ersten Halbzeit dafür. Jedoch wollte alles nicht so recht klappen, allerdings schaffte es die Heimmannschaft kurz vor Schluss der ersten Halbzeit von 7:14 auf 9:14 zu verkürzen.
Halbzeit: 9:14
In der zweiten Halbzeit ein deutlich verbessertes Bild der Heimsieben. Angetrieben durch einen überragenden F.F. im Tor setzte DAS TEAM die begonnene Aufholjagd fort und kämpfte sich an Lobberich heran. Auch wenn immer noch nicht alles funktionierte, hatte Headcoach M.M. in M.P. seine Mitte gefunden. M.P. ging dahin wo es weh tat und trieb seine Leute im Angriff an. St. Tönis schaffte es mehrfach auf zwei Tore zu verkürzen: 12:14 – 13:15 – 15:17 – 17:19 (48. Minute). Näher ran sollte man an diesem Tag aber nicht kommen. Im Gegenteil, Lobberich zog wieder auf 4 Tore weg, ehe St. Tönis sich nochmal ein wenig aufbäumte und 30 Sekunden vor Schluss auf 20:21 verkürzte. Das letzte Tor fiel aber für Lobberich.
Endstand: 20:22
Fazit: Trotz zweier guter Torleute, besonders zu erwähnen hier F.F. und einem guten M.P. auf Mitte, schafften es alle Beteiligten nicht das Maximum aus sich heraus zu holen. Das Lobberich nur zwei gelbe Karten erhielt, zeigt wie harm- und ideenlos St. Tönis im Angriff agierte. Auch, dass St. Tönis nur eine gelbe Karte (dazu zwei dumme, nicht erwähnungsbedürftige 2-Minuten Strafen) erhielt, zeigt, dass auch in der Abwehr das beherzte zupacken fehlte. Hinzu kommt das zu lange festhalten an gewohnten Abläufen – hier fehlt letztendlich der Mut mehr Flexibilität in das Spiel herein zu bringen. Dabei zeigte sich, dass einfaches wechseln oder stoßen zum Erfolg führen kann. Hier fehlt es an Mut und Kaltschnäuzigkeit.
Autor: T.P.