DAS TEAM (3. Herren): Tabellenführer eine Nummer zu groß und zu abgeklärt

Zum einzigen Spiel in der Rosentalhalle am vergangenen Sonntag empfing DAS TEAM den haushohen Favoriten aus Osterath. Auf der einen Seite stand Osterath: Osterath ist auf dem besten Wege in die Bezirksliga aufzusteigen. Auf der anderen Seite stand DAS TEAM: DAS TEAM, dass seit 8 Spielen in Folge ungeschlagen war, eine schlechte Hinrunde gespielt hat und darauf brannte es dem Gast so schwer wie möglich zu machen. So weit, so gut. Leider waren die Vorzeichen nicht gut, da ein Spieler der Heimmannschaft am Vortag seinen JGA (Junggesellenabschied) hatte und die Hälfte der Mannschaft eingeladen war. Gerüchten zufolge waren die letzten um sechs Uhr morgens im Bett. Der Termin war natürlich vorher bekannt, weshalb man auch versuchte das Spiel zu verlegen. Osterath konnte jedoch keinen Alternativtermin wahrnehmen. So ging es teilweise ordentlich verkatert und noch nicht ganz klar in dieses Spiel hinein.Zunächst einmal schien dieses Gleichgewicht zwischen nüchternen und nicht nüchternen Spielern nicht stören. Das Spiel war offen, beide Mannschaften bemühten sich, Osterath konnte vorlegen aber nicht davonziehen. Allerdings war das Spiel von vielen technischen Fehlern geprägt, teilweise kamen Pässe auf kürzester Distanz nicht an oder sie wurden schlichtweg nicht gefangen. Unaufmerksamkeiten rundeten das Spiel ab. Ein Leckerbissen sah wahrlich anders aus, zumal Osterath selbst nicht an seine beste Leistung anknüpfen konnte und viel von den Fehlern der Heimmannschaft profitierte. In der 20. Minute änderte sich das Bild schlagartig. Gerade noch eine Auszeit genommen sah sich Headcoach M.M. plötzlich in einem falschen Film: Osterath zog innerhalb kürzester Zeit von einem 5:7 auf ein 7:14 (in knapp 8 Minuten) davon. M.M. nahm noch in der ersten Halbzeit die 2. Auszeit und ließ seinen Ärger freien Lauf. Aber auch das brachte nichts, Osterath setzte noch ein Tor obendrauf und erzielte das 7:15.Halbzeit: 7:15Puh…..ärgerlich, so knapp und dann innerhalb weniger Minuten alles zerstört. Jetzt ging es um Schadensbegrenzung. Das funktionierte nur bedingt. Osterath zog auf 12 Tore davon. Das Spiel war gegessen. DAS TEAM schaffte es nicht auf Systemumstellungen im Angriff (Einfache oder doppelte Manndeckung) sowie in der Abwehr (2 Kreisläufer seitens Osterath) sowie auf den sehr starken Mittelmann und den noch stärkeren Rechtsaußen und bevor ich es vergesse auf den super starken Torwart in der 2. Halbzeit zu reagieren. Wunderbar war hier anzusehen, mit welcher Variabilität Osterath agierte. Hatte man ggf. die beiden Kreisläufer unter Kontrolle war da der Rückraum, stellte man sich auf den ein, war da der Außen. In der eigenen Abwehr spielte Osterath 6:0, 5:1, einfache und doppelte Manndeckung – fantastisch. Hier konnte das Team nur zuschauen und staunen. Besonders bei der Manndeckung wurde einmal mehr deutlich, dass der ein oder andere in Drucksituationen schlichtweg überfordert ist und nicht weiß was zu tun ist.Zum Schluss konnte das Heimteam noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und den Rückstand auf unter 10 Tore schrauben.Endergebnis: 23:32Fazit: Osterath war meilenweit von seiner Bestform entfernt und hat trotzdem gegen eine teils ordentlich verkaterte und dennoch motivierte Mannschaft klar gewonnen. Wer weiß was gewesen wäre, wenn Sankt Tönis in Bestform angetreten wäre…hätte, hätte Fahrradkette…